• Diese Eulen sind die größte Eulenart. Foto: Panther Media

  • Seinen Namen verdankt der Uhu seinem typischen Ruf. Foto: Panther Media

  • Uhus sind Fleischfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen kleine Säugetiere und Vögel. Foto: Panther Media

  • Meist verstecken sich Uhus am Tag. Nachts werden sie zu gefährlichen Räubern. Foto: Panther Media

  • Ein Uhu-Paar bleibt ein Leben lang zusammen. Das Ausbrüten der Eier übernimmt die Mutter. Foto: Panther Media

  • Uhus sind fast überall auf der Welt verbreitet. Diese Eulen gehören zu den gefährdeten Arten. Foto: Fotolia

Uhu

Steckbrief

Ordnung: Eulen
Familie: Eigentliche Eulen
Art/Gattung: Uhu / wissenschaftl. Bubo bubo
Klasse: Vögel
Lebensraum: Mitteleuropa, Asien, Nordafrika
Lebenserwartung: 25 - 30 Jahre
Feinde: Steinadler, für Jungtiere: Füchse, Marder, Wildschweine
Ernährung: kleine Säugetiere, Vögel
Gewicht: 2 - 3 kg
Größe: 68 - 75 cm Kopfrumpflänge, 157 - 168 cm Flügelspannweite
Geschwindigkeit: bis zu 50 km/h
Gefährdete Art: ja

Alles Wissenwerte

Merkmale

Merkmale des Uhus

  • großer Kopf mit langen Federohren
  • kleiner Gesichtsschleier
  • große orangefarbene Augen
  • hellbraunes mit dunklen Längs- und Querstreifen gezeichnetes Gefieder
  • Rückenfärbung ist dunkler als die des Bauches und der Flügelunterseite
  • Flügelspannweite bei Männchen beträgt etwa 157 cm, bei Weibchen 168 cm
  • Beine sind bis zu den Zehen befiedert; lange gekrümmte Krallen
  • 2 Zehen sind nach vorne einer ist nach hinten gerichtet

Detailansicht von links nach rechts: Ohrfedern, geöffneter Schnabel. Foto: Collage © JUNIOR


Detailansicht von links nach rechts: Klauen mit Krallen, Flugfedern. Foto: Collage © JUNIOR

Besondere Eigenschaften der Uhus

Uhus sind die größte Art unter den Eulen. Uhu-Männchen sind kleiner als Weibchen. Wie alle Eulen können auch Uhus ihren Kopf bis zu 270 Grad drehen. Hat sich ein Uhu-Paar gefunden, bleibt es ein Leben lang zusammen. Uhus können sehr gut hören und mit ihren großen Augen ausgezeichnet sehen.

Wissenswertes über Uhus

  • Der deutsche Name "Uhu" sowie der Gattungsname "Bubo" sind auf den typischen Ruf dieser Eule zurückzuführen.
  • Früher wurde der Uhu wegen seiner Nachtaktivität auch König oder Herrscher der Nacht genannt.
  • Im Jahr 2005 wurde diese Eule zum Vogel des Jahres gewählt.
  • Es gibt etwa 14 Unterarten, die sich in Größe, Färbung und Rufen unterscheiden.

Detailansicht von links nach rechts: Gesicht des Uhus, Krallen. Foto: Collage © JUNIOR

Es gibt 14 verschiedene Uhu-Arten. Foto: Panther Media

Nahrung

Nahrungsbeschaffung: Das fressen Uhus

Im Gleitflug sucht der Uhu nach Beute. Foto: Panther Media

Jagdverhalten: Lautlos und im Schutz der Dunkelheit

Der Uhu beginnt in der Dämmerung zu jagen, legt um Mitternacht eine kleine Pause ein und jagt dann bis zur Morgendämmerung weiter. Tagsüber jagt diese Eule nur, wenn es eine Hungerzeit gibt. Der Uhu ist ein Jäger, der auf fliegende und auf am Boden lebende Tiere spezialisiert ist. Im Gleitflug sucht der Uhu den Boden nach kleinen Säuge- und Wirbeltieren ab. Bei der Jagd verlässt sich diese Eule auf ihr sehr gutes Gehör. Ist sie fündig geworden, fliegt die Eule lautlos auf das Beutetier herab und fängt es mit den Krallen.

Ist der Uhu auf der Jagd nach anderen Vögeln kann er seine Opfer mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h im Flug einholen. Doch andere Vögel jagt er lieber nachts, wenn sie auf Ästen ruhen oder aufgeschreckt auffliegen. Der Uhu ist aber auch am Boden ein guter und schneller Jäger. Hier läuft er zum Beispiel Nagetieren oder Insekten mit weit ausholenden Schritten hinterher.

Beutetiere: Was steht auf dem Speiseplan?

Der Uhu ist nicht wählerisch, was seine Speisen angeht, solange es nur Fleisch ist. Diese Eule frisst kleine Säugetiere wie Feldhasen, Kaninchen, Mäuse, Ratten und Igel. Beliebte Vogelarten sind Rabenvögel, Tauben und Enten. Des Weiteren frisst der Uhu Schnecken, Regenwürmer, Krebse und Fische. Kleiner Beutetiere werden direkt verschlungen, während die größeren mit dem Schnabel zerrupft werden.

Kleine Säugetiere wie Mäuse werden gerne von Uhus gefressen. Foto: Panther Media

Lebensform

Zur Lebensform der Uhus

Seinen typischen Ruf "u-hu" verdankt der Uhu seinen Namen. Foto: Panther Media

Uhus sind ...

... sogenannte Standvögel. Das heißt, dass sie immer an ein und demselben Platz bleiben und ihr Revier gegenüber Artgenossen verteidigen. Nur in extrem kalten Gebieten wechseln Uhus ihr Revier.
... treu. Hat sich ein Uhu-Paar gefunden, bleibt es ein Leben lang zusammen.

Uhus können ...

... ihre Beute mit Haut und Haaren auffressen. Doch Haare, Federn, Knochen und Krallen können die Eulen nicht verdauen. Die unverdaulichen Reste werden als sogenanntes Gewölle oder Speiballen ausgewürgt. Diese können eine Länge von 4,3 bis 13 cm und einen Durchmesser von 2 bis 4,5 cm haben.
... fauchen, wenn sie sich bedroht fühlen. Um größer und bedrohlicher auf Gegner zu wirken, fächern sie ihren Schwanz und bilden mit den Flügeln ein Rad.

Uhus haben ...

... sehr gute Sinne. Mit Hilfe ihrer großen Augen sehen diese Eulen genauso gut in der Nacht wie am Tag. Ihr beweglicher Kopf ermöglicht ihnen mit einem Sichtfeld von 270 Grad fast einen Rundumblick. Auf diese Weise wissen Uhus immer, wo was los ist und wo es Beute gibt.  
... ein typisches Balzverhalten. Männchen lassen ihren dumpfen "buho"-Ruf  immer wieder erklingen. Der Ruf ist über einen Kilometer weit zu hören. Das Weibchen antwortet mit einem helleren "u-hu"-Ruf.

Um bedrohlicher auszusehen plustern sich Uhus auf. Foto: Panther Media

Verhalten: Typisch Uhu!

Tagsüber verweilen Uhus geschützt in Baumkronen, verstecken sich in Sträuchern oder Felsspalten oder sie sitzen auf ihrem Lieblingsast und sonnen sich. Bei Regen sträuben sie ihr Körpergefieder und fächern ihre Flügel auf. Ab und zu gönnen sich die Eulen auch ein Sandbad. Sie benutzen ihre Flügel dabei als Schaufeln, mit denen sie Sand über Nacken und Rücken schaufeln.

Tagsüber stellen Uhus ihre Federohren steil auf und verengen ihre großen Augen zu schmalen Schlitzen. Auf diese Weise verbergen sie ihr auffälliges Gesicht vor Tagvögeln, die wenn sie sie als Uhu erkennen, aggressiv werden: sie fangen regelrecht an Uhus, zu mobben – man nennt dies auch hassen. Dabei lärmen sie laut herum und attackieren Uhus mit Scheinangriffen, um andere auf sie aufmerksam zu machen.

Um von anderen Vögeln nicht als Raubvogel erkannt zu werden, verengen Uhus tagsüber ihre Augen. Foto: Panther Media

Fortpflanzung und Jungtiere

Uhu: Fortpflanzung und Jungtiere

Geschlechtsreife: mit 2 Jahren
Paarungszeit:
September - November
Brutzeit: ab Ende Februar bis Anfang März 32 - 35 Tage
Gewicht der Küken:
50 - 60 g
Größe der Küken: einige Zentimeter
Anzahl der Küken: 2 - 4 Eier


Während der Balzzeit (Paarungszeit) versucht das Uhu-Männchen ein Weibchen mit Lock- und Fütterungslauten zum ausgewählten Nistplatz zu locken. Wenn das Uhu-Weibchen den Nistplatz annimmt, beginnt das Männchen es mit Beute zu versorgen und zwar über Wochen und noch bevor es anfängt zu brüten.

Das Nest wird vorzugsweise in einem Felsspalt gebaut, damit die Eier und Küken vor Nesträubern geschützt sind. Die Eier werden nicht alle auf einmal gelegt, sondern im Abstand von drei Tagen. Ausgebrütet werden sie allein von der Mutter. Der Uhu-Vater versorgt das Weibchen in der Brutzeit mit Nahrung.

In Felsspalten sind Uhu-Küken gut geschützt. Foto: Panther Media

Die frisch geschlüpften Küken tragen ein weißes Daunenkleid. Im Alter von vier Wochen fangen sie an die Umgebung um ihr Nest herum zu erkunden. Schon mit neun Wochen sind die Kleinen flugfähig. Dennoch bleiben sie etwa noch drei Monate bei ihren Eltern, die sie mit Nahrung versorgen. Die Jungvögel werden mit hochgewürgter Nahrung von den Eltern versorgt. Nach fünf Monaten werden sie flügge und verlassen das elterliche Nest.

Bereits neun Wochen nach dem Schlüpfen können die Uhu-Küken fliegen. Foto: Panther Media

Lebensraum und Bestand

Bedrohung, Bestand und Lebensraum des Uhus

Uhus sind sehr anpassungsfähige Tiere. Foto: Panther Media

Uhus sind mit Ausnahmen von den Südpolarregionen und Australasien sowie einigen pazifischen Inseln weit verbreitet. Die meisten Arten finden sich in Asien und Afrika. Uhus sind sehr anpassungsfähige Tiere und können daher an vielen verschiedenen Orten leben. So zum Beispiel in Regenwäldern, Tundra-Gebieten, Wäldern, Bergregionen und Wüsten. Eigentlich können sie überall leben, solange ihr Lebensraum über einige Bäume und Felsvorsprünge verfügt, in denen sie brüten und ruhen können. Zu den natürlichen Feinden gehören Steinadler, Füchse, Marder und Wildschweine. Letztere drei werden aber hauptsächlich den Jungtieren zum Verhängnis. Da der Uhu früher viel gejagt wurde, gehört er heute zu den gefährdeten Tierarten.

Der Steinadler ist der natürliche Feind des Uhus und kann auch ausgewachsenen Tieren gefährlich werden. Foto: Panther Media

Quellen

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Unsere Artikel sind sehr gewissenhaft recherchiert. Die Quellen sind hier angegeben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Uhu#Unterarten
http://de.wikipedia.org/wiki/Uhus
http://eulenwelt.de/europ_uhu.htm
http://www.kindernetz.de/oli/tierlexikon/uhu/-/id=74986/vv=verhalten/nid=74986/did=84284/rn6uw/index.html
http://www.tierchenwelt.de/eulenvoegel/2883-uhu.html
http://tierdoku.com/index.php?title=Uhu#Fortpflanzung

Fotos: Fotolia, Panther Media