• Es gibt vier verschiedene Mamba-Arten und alle leben in Afrika. Foto: Panther Media

  • Die gefährlichste, größte und schnellste Mamba ist die Schwarze Mamba. Foto: Fotolia

  • Mambas schlängeln sich leise an ihre Beute heran und beißen zu. Das Gift lähmt ihre Opfer bevor sie sterben. Foto: Fotolia

  • Mambas sind Einzelgänger und sehr gefährlich. Bei Gefahr beißen sie blitzschnell und gleich mehrmals zu. Foto: Fotolia

  • Über die Paarungszeit ist nicht viel bekannt. Mambas legen Eier und die Jungen sind darauf auf sich selbst gestellt.  Foto: Panther Media

  • Mambas gehören noch nicht zu den bedrohten Tierarten. Foto: Fotolia

Mamba

Steckbrief

Ordnung: Schuppenkriechtiere
Familie: Giftnatter
Art/Gattung: Mambas / wissenschaftl. Dendroaspis
Klasse: Reptilien
Lebensraum: Afrika
Lebenserwartung: über 11 Jahre
Feinde: Krokodile, Schakale
Ernährung: kleine Säugetiere, Vögel, Frösche, Echsen
Gewicht: bis zu 1,6 kg
Größe: je nach Art 2 - 4 m
Geschwindigkeit: bis zu 24 km/h
Gefährdete Art: nein

Alles Wissenwerte

Merkmale

Merkmale der Mamba


Detailansicht von links nach rechts: Maul einer Gemeinen Mamba, Maul einer Schwarzen Mamba. Foto: Collage © JUNIOR

  • Langer, schmaler und flacher Kopf mit eckiger Schnauze
  • Kopfschuppen sind größer als die auf dem restlichen Körper
  • große, runde, braune bis schwarze Augen
  • lange, vorne im Maul angebrachte Giftzähne
  • schlanker und dehnbarer Körper
  • hellgrüne, olivbraune, dunkelbraune oder graue Färbung
  • weißliche, rosa oder schwarze Maulinnenseite

Detailansicht von links nach rechts: eckige Schnauze mit Nasenloch, rundes Auge Foto: Collage © JUNIOR

Besondere Eigenschaften der Mamba

Mambas gehören zu den gefährlichsten Giftschlangen weltweit und es gibt sie nur in Afrika. Die Schwarze Mamba ist die längste Giftschlange Afrikas und eine der schnellsten Schlangen der Welt. Wenn Mambas zubeißen, dann gleich mehrmals hintereinander. Um zu wachsen, müssen sich auch diese Schuppenkriechtiere häuten.

Wissenswertes über die Mamba

  • Der wissenschaftliche Name der Mamba Dendroaspis bedeutet übersetzt "Baumschlange".
  • Mambas verfügen von Geburt an über ihre Zähne. Diese wachsen nach, wenn sie mal abbrechen. Beim Schließen des Mauls werden die Giftzähne nach hinten eingeklappt.

Die Mamba-Arten

Die Schwarze Mamba

Die Schwarze Mamba verdankt ihren Namen ihrer dunklen Maulfärbung. Foto: Fotolia

  • längste Mamba-Art mit einer Körperlänge von 2,20 bis 4,50 m und einem Gewicht von 1,6 kg
  • olivgrüne, dunkelgraue oder bräunliche Färbung
  • cremefarbene Bauchunterseite, teils grünlich oder gelb gefleckt
  • dunkelblaue bis tintenschwarze Maulinnenseite, daher der Name Schwarze Mamba
  • lebt in Süd- und Ostafrika südlich der Sahara in bewaldeten Savannengebieten, Hügellandschaften oder in Wäldern in Flussnähe
  • lebt etwa 11 Jahre

Die Gewöhnliche Mamba

Die Gewöhnliche Mamba hat eine weiße bis blauweiße Maulinnenseite. Foto: Fotolia

  • wird zwischen 2 und 2,7 m lang
  • hat einen sehr kleinen Kopf, weswegen sie auch Schmalkopf-Mamba genannt wird
  • hellgrüne Körperfärbung
  • weiße bis blauweiße Maulinnenseite
  • lebt in Kenia, Tansania, Malawi, Mosambik, Simbabwe und Natal im Dickicht und Wälder in Flussnähe

Die Grüne Mamba

Die Grüne Mamba lebt nur auf Bäumen. Foto: Fotolia

  • misst zwischen 1,5 bis 2,5 m
  • hellgrüne Körperfärbung mit einem gelblichen Schwanzende
  • Schuppen am Kopf und Schwanz sind dunkel umrandet
  • Bauchunterseite ist heller
  • lebt nur auf Bäumen und in Sträuchern in den afrikanischen Gebieten Benin, Kamerun, Liberia, Sierra, Gambia, Ghana, Guinea, Senegal, Leone und in der Zentralafrikanischen Republik
  • lebt etwa 18 Jahre

Die Jamesons Mamba

Die Jamesons Mamba hat schwarz geränderte Schuppen. Foto: Fotolia

  • wird 2 bis 3,6 m lang
  • grüngelbe bis grasgrüne Färbung
  • zitronengelbe Färbung an der Bauchseite, am Hals und an den Schläfen
  • Schuppen sind oft schwarz gerändert
  • ist in West-, Zentral- und im westlichen Ostafrika weit verbreitet

Nahrung

Nahrungsbeschaffung: Das fressen Mambas

Zwei Mambas kämpfen um eine Ratte. Foto: Panther Media

Jagdmethode: Lautlos und extrem giftig

Mambas schlängeln sich lautlos an ihre Beute heran. Dann schnellen sie kurz hervor, um ihr Opfer zu beißen. Nach dem Biss ziehen sie sich kurz zurück und warten bis die lähmende Wirkung ihres Nervengiftes einsetzt. Nur Vögel werden umklammert, bis das Gift wirkt. Die Beutetiere sterben durch Atemlähmung, die das Nervengift bewirkt. Anschließend werden sie mit dem Kopf voran vollständig von der Giftnatter verschlungen. Beim Verschlingen hakt die Mamba – wie alle Schlangenarten – ihre Unterkiefer aus. Beim Schlucken der Beute dehnt sich der Körper der Mamba mit dem Opfer mit. Um die Kiefer wieder einzurenken, muss die Schlange nur einige Male herzhaft gähnen. Nach acht bis zehn Stunden haben Mambas ihre Beute verdaut.

Beutetiere: Was steht auf dem Speiseplan?

Auf dem Speiseplan der Mambas stehen kleine Säugetiere wie Mäuse, Ratten oder Hörnchen und Reptilien wie Echsen oder Frösche. Zudem fressen Mambas auch gerne Vögel und Eier.

Kleine Säugetiere wie Mäuse gehören zu den Beutetieren der Mambas. Foto: Panther Media

Lebensform

Zur Lebensform der Mamba

Um sich aufzuwärmen, müssen Mambas sich sonnen. Foto: Panther Media

Mambas sind ...

... Einzelgänger und tagaktiv. Sie können sehr gut klettern. Die Grüne Mamba kann sogar schwimmen.
... Kaltblüter. Das heißt, dass sie ihre Körpertemperatur nicht selbst regeln können so wie Vögel und Säugetiere. Damit sie sich schneller bewegen können, müssen sie sich vorher in der Sonne aufwärmen.
... sehr giftig. In einem Biss sind etwa 100 Milligramm des tödlichen Giftes enthalten. 10 bis 20 Milligramm reichen bereits aus, um einen Menschen zu töten. Ohne Behandlung kann ein Erwachsener innerhalb von 15 bis 20 Minuten sterben.

Mambas können ...

... bis zu 20 km/h schnell werden. Bei dieser schnellen Fortbewegung berühren nur zwei Drittel des Körpers den Boden. Der vordere Teil wird dabei angehoben.    
... schnell angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Besonders aggressiv ist die Schwarze Mamba.
... sich häuten. Junge Mambas häuten sich wesentlich öfter als ältere.

Mambas können teils über 20 km/h schnell werlden. Foto: Panther Media

Mambas haben ...

... keine Lust auf Kämpfe. Wenn sie können, fliehen sie vorher.
... als Jungtiere meist eine hellere Färbung. Mit jeder Häutung kommen sie ihrer endgültigen Färbung etwas näher.

Verhalten: Typisch Mamba!

Einen Angriff erkennt man daran, dass sich die Giftschlange kerzengerade aufrichtet, ihren Mund öffnet und Zischlaute von sich gibt. Zieht sich der Angreifer langsam zurück, tut die Mamba dies meist auch. Doch wenn sie weiterhin bedrängt wird, beginnt die Mamba den Angreifer zu beißen. Dabei bleibt es nicht bei nur einem Biss. Eine Mamba beißt mehrmals hintereinander und sehr schnell zu.

Der Biss der Mamba endet für Beutetiere immer tödlich. Foto: Panther Media

Fortpflanzung und Jungtiere

Mamba: Fortpflanzung und Jungtiere

Geschlechtsreife: unbekannt
Paarungszeit:
Frühling
Tragezeit: 80 - 100 Tage
Gewicht der Jungen:
wenige Gramm
Größe der Jungen: je nach Art 30 - 50 cm
Anzahl der Eier: je nach Art 6 - 18
Jamesons Mambas bei der Paarung. Foto: Panther Media

Die Paarungszeit der Schwarzen Mamba fällt auf den Frühling. Die Männchen folgen der Duftspur der Weibchen und riechen mit ihrer Zunge am Körper des Weibchens, um zu prüfen, ob es paarungswillig ist. Treffen mehrere Männchen auf ein Weibchen wird im Kampf entschieden, wer das Weibchen begatten darf. Beim Kampf schlingen die Männchen ihre Körper umeinander und können dabei bis zu einem Meter vom Boden aufsteigen. Der Stärkere bekommt das Weibchen, während sein schwächerer Rivale das Weite sucht.

Bei der Paarung schmiegt sich das Männchen seitlich an das Weibchen und begattet es längere Zeit. Nach der Paarung gehen die Geschlechter wieder getrennte Wege. Nach zwei bis drei Monaten legt das Weibchen ihre Eier in Laubhaufen auf dem Boden oder in mit Humus gefüllten hohlen Bäumen. Das Weibchen kümmert sich nicht weiter um den Nachwuchs.

Die Jungen ernähren sich im Ei vom Eidotter und schlüpfen etwa zwei bis drei Monaten nach der Eiablage. Mit Hilfe eines Eizahns, der bei den Jungen auf der Schnauze sitzt, können die Schlangenkinder die Eihülle durchbrechen. Nach dem Schlüpfen sind die jungen Schlangen vollständig entwickelt. Selbst die Giftzähne und Giftdrüsen sind schon voll entwickelt, so dass die kleinen Schlangen gut alleine auskommen.

Mit Hilfe des Eizahns können die jungen Mambas die Eierschale durchbrechen. Foto: Fotolia

Lebensraum und Bestand

Bedrohung, Bestand und Lebensraum der Mambas

Warane gehören zu den natürlichen Feinden der Mambas. Foto: Panther Media

Mambas leben versteckt in Tierhöhlen, unter Steinen, in hohlen Bäumen, Termitenbauten oder auf Bäumen. Doch durch die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume ziehen die Giftnattern in die Nähe von Siedlungen, wo sie sich auf Dachböden oder Farmen verstecken. 

Zu den natürlichen Feinden der Mamba gehören andere Schlangen, Warane, Krokodile und Greifvögel. Doch die Giftnatter weiß sich zu verteidigen. Dennoch wird sie das ein oder andere Mal selbst zum Opfer. Mambas gelten bisher nicht als gefährdet.

Mambas gelten noch nicht als gefährdet. Foto: Panther Media

Quellen

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Unsere Artikel sind sehr gewissenhaft recherchiert. Die Quellen sind hier angegeben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Mamba
http://de.wikipedia.org/wiki/Jamesons_Mamba
http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Mamba
http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCne_Mamba
http://de.wikipedia.org/wiki/Mambas
http://www.tierportraet.ch/htm09/mamba_schwarze.php
http://www.tierportraet.ch/htm07b/mamba_gruene.php
http://animal-behaviour.philadb.com/?site=news&nid=78
http://www.morgenpost.de/kolumne/laninger/article1492224/Die-Schwarze-Mamba-so-giftig-ist-sonst-keine.html
https://www.google.ch/search?q=Kaltbl%C3%BCter+schlange&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&channel=sb&gfe_rd=cr&ei=zbrHU7aJDsiX8Qf14ID4CQ
http://www.reptilienzoo.de/pages/rundgang.html
http://www.tierchenwelt.de/schlangen/866-schwarze-mamba-schlange.html

Fotos: Fotolia, Panther Media