• Zu den markantesten Merkmalen des Geparden zählen das gepunktete gelbliche Fell und die immense Schnelligkeit. Foto: Fotolia

  • Geparde gehören zu den Kleinkatzen, denn anders als Großkatzen können Geparde nicht brüllen. Foto: Fotolia

  • Geparde sind reine Fleischfresser. Sie jagen tagsüber, damit andere Raubtiere ihnen die Beute nicht streitig machen können. Foto: Panther Media

  • Geparde sind meistens als Einzelgänger unterwegs. Doch junge Gepard-Männchen tun sich gerne in Gemeinschaften zusammen. Foto: Fotolia

  • Geparde können sich jeden Monat etwa sechs Tage lang paaren. Die Aufzucht der Jungen ist den Müttern überlassen.  Foto: Fotolia

  • Geparde sind Savannen- und Steppentiere. Die meisten Unterarten leben in Afrika, kleine Vorkommen finden sich noch in Asien. Foto: Fotolia

Gepard

Steckbrief

Ordnung: Raubtier
Familie: Katzen / Kleinkatzen
Art/Gattung: Gepard / griech. Acinonyx jubatus
Klasse: Säugetiere
Lebensraum: Afrika, Asien
Lebenserwartung: 15 Jahre
Feinde: Löwen, Leoparden, Hyänen, Mensch
Ernährung: Huftiere
Gewicht: ca. 60 kg
Größe: 150 cm Kopfrumpfslänge, 80 cm Schulterhöhe
Geschwindigkeit: bis zu 100 km/h
Gefährdete Art: ja

Alles Wissenwerte

Merkmale

Merkmale des Gepards

Detailansicht von links nach rechts: Hinterbeine und Schwanz, Gepardenpfote mit Krallen. Foto: Collage © JUNIOR

  • Goldgelbes Fell mit vielen schwarzen kleinen Flecken
  • kleine Ohren
  • kleiner Kopf, schlanker, Windhund-ähnlicher Körperbau mit langen Beinen und einem 70 cm langen Schwanz
  • unbewegliche Krallen
  • kleines Gebiss mit langen Eckzähnen
  • Tränenstreifen, die sich von den Augen bis zu den Mundwinkeln ziehen
  • Weibchen sind etwa Zweidrittel kleiner als die Männchen

Besonderheiten des Gepards

Der Gepard ist das schnellste Tier an Land. Sein Körperbau ermöglicht es ihm, eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h zu erreichen. Allerdings kann der Gepard diese Geschwindigkeit nur für etwa 400 m halten. Um beim Sprinten nicht das Gleichgewicht zu verlieren, habe Geparden einen langen Schwanz. 


Detailansicht von links nach rechts: Tränenstreifen vom Auge bis zum Mundwinkel, Gepardenmaul. Foto: Collage © JUNIOR

Wissenswertes über den Gepard

  • Geparden sind in zwei Unterarten eingeteilt: in den Afrikanischen und den Asiatischen Gepard.
  • Sein griechischer Name Acinonyx jubatus bedeutet übersetzt "unbewegliche Kralle". Geparde sind die einzige Katzenart, die ihre Krallen nicht einziehen kann. Dank dieser Krallen verlieren Geparde beim Laufen nie die Bodenhaftung.
  • Geparde sind Zehengänger. Auf diese Weise können sie sich gut an ihre Beute anschleichen.

Weitere Gepard-Arten: Der Königsgepard

Der Königsgepard ist keine eigene Art, sondern eine Mutation. Foto: Fotolia

  • Anders als beim normalen Gepard ist das Fell des Königsgepards mit großen schwarzen Flecken und dicken Streifen auf dem Rücken gekennzeichnet. Früher dachte man, dass der Königsgepard eine Unterart des normalen Geparden sei.
  • Doch mittlerweile weiß man, dass es sich bei diesem Tier um eine Mutation – also ein Gepard mit verändertem Erbgut – handelt. Ein bestimmtes Gen, das selbst von normal aussehenden Geparden an die Nachkommen vererbt wird, sorgt für die außergewöhnliche Fellmusterung.

Nahrung

Nahrungsbeschaffung: Das frisst der Gepard

Zwei Geparden jagen eine Antilope. Foto: Panther Media

Jagdmethode: Eine Frage der Ausdauer

Der Gepard geht tagsüber auf die Jagd, um sicher zu gehen, dass seine hart erlegte Beute nicht von größeren und stärkeren Jägern wie Löwen gestohlen wird. Bei der Jagd zahlt sich die Wendig- und Schnelligkeit des Gepards aus. Er kann innerhalb von drei bis fünf Sekunden in wenigen Sätzen auf bis zu 100 km/h beschleunigen. Doch länger als drei Minuten jagt er seiner Beute nicht nach, denn das ist sehr kräftezerrend. Dennoch ist der Gepard die erfolgreichste alleinjagende Raubkatze: er macht bei jeder zweiten Jagd Beute.

Wie die meisten anderen Katzenarten schleicht sich auch der Gepard so nahe wie möglich an seine Beute heran. Wenn das Beutetier flüchtet, setzt der Gepard ihm nach, solange bis es vor Erschöpfung langsamer wird. Dann bringt der Gepard es zu Fall und tötet es mit einem gezielten Biss in den Hals. Mit dem Biss drückt er seinen Opfern die Luft ab, so dass sie ersticken. Doch bevor er fressen kann, braucht er etwa 15 Minuten bis er sich von der Hetzjagd erholt hat.

Beutetiere: Was steht auf dem Speiseplan?

Zur Lieblingsspeise der Geparde gehören kleine und mittelgroße Huftiere wie Gazellen und Antilopen. Gelegentlich erbeutet er auch kleinere Tiere wie Hasen, Kaninchen oder Vögel. Ein ausgewachsenes und gesundes Zebra oder Gnu würde ein Gepard nicht angreifen, denn die Tiere sind ihm zu wehrhaft. Doch an unbeaufsichtigte Jungtiere traut er sich schon heran.

Der Gepard tötet sein Opfer mit einem gezielten Biss in den Hals. Foto: Panther Media

Lebensform

Zur Lebensform des Gepards

Zwei junge Geparden üben sich im Kampf. Foto: Panther Media

Geparde sind ...

... tagaktiv. Diese Tageszeit ist ideal, denn dann ruhen die natürlichen Feinde des Gepards im Schatten.
... friedliebend. Wenn sie auf Artgenossen treffen, versuchen sie stets einen Kampf zu vermeiden und gehen sich aus dem Weg.
... Einzelgänger. Um zu zeigen, dass sie paarungsbereit sind, markieren sie Gebiete mit Urin und Bäume mit Kratzspuren.

Geparde können ...

... innerhalb weniger Sekunden eine Geschwindigkeit von 100 km/h erreichen.
... sich bereits im Alter von 18 Monaten selbst versorgen.
... mit ihren scharfen Augen bis zu fünf Kilometer weit sehen.

Geparde haben ...

... kein festes Revier und damit auch kein typisches Revierverhalten. Sie durchstreifen meist ein Gebiet von bis zu 1.500 Quadratkilometer
... Jugendgemeinschaften. Diese betreffen aber nur die jungen Männchen und setzten sich meist aus Geschwistern zusammen.

Verhalten: Typisch Gepard!

Wenn Geparde sich ausgiebig strecken und recken zeigen sie an, dass sie bereit für die Jagd sind. Des Öfteren sieht man die Raubkatze auch gähnen. Das ist aber kein Zeichen von Müdigkeit, sondern ebenfalls eine Gewohnheit, um zu signalisieren, dass sie bereit sind zu jagen.

Geparde können eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erreichen. Foto: Fotolia

Fortpflanzung und Jungtiere

Gepard: Fortpflanzung und Jungtiere

Geschlechtsreife: mit 2 - 3 Jahren
Paarungszeit:
ganzjährig
Tragezeit: 90 - 95 Tage
Gewicht der Jungen: 200 - 300 g
Wurfgröße: 2 - 6 Junge
Eine Gepardin zeigt durch das Rollen auf dem Boden, dass sie paarungsbereit ist. Foto: Panther Media

Das Weibchen paart sich etwa alle zwei bis drei Jahre. Jeden Monat ist es sechs Tage "rollig". Das sieht man, wenn sie sich auf dem Boden hin und her rollt. Die Gepardin paart sich nur mit einem Männchen, das ihr gefällt. Zunächst beschnuppern sie sich gegenseitig, reiben die Köpfe zärtlich aneinander und lecken sich gegenseitig das Fell. Spielerische Kämpfe gehören ebenfalls zum Paarungsritual. Erst danach paaren sich die Tiere. Etwa alle 15 bis 30 Minuten findet die Paarung statt, um die Chancen auf Nachwuchs zu erhöhen.

Vor der Geburt sucht die Gepardin ein sicheres Versteck für ihre Jungen, wie eine Höhle oder ein Plätzchen im Gebüsch. Die Babys sind zunächst blind, doch schon nach drei bis zehn Tagen können sie die Augen öffnen und sehen. Die Jungen verfügen über ein gräuliches Fell mit einer langen silbergrauen Rückenmähne, welche von der Stirn bis zur Schwanzwurzel reicht. Damit sind sie gut getarnt. Im Alter von zwei Jahren ist die Mähne aber vollkommen verschwunden.

Mit zwei Wochen beginnen die Kleine zu laufen. In dieser Zeit wechselt die Gepardin mit ihrem Nachwuchs alle zwei bis drei Tage das Versteck, um sie vor Feinden zu schützen. Ab der dritten Lebenswoche bekommen die Kleinen ihre ersten Zähnchen. Diese weichen mit acht Monaten dem bleibenden Gebiss. Noch sind ihre Krallen einziehbar und das bleibt so bis sie etwa vier Monate alt sind.

Bereits zehn bis zwölf Wochen nach der Geburt fressen die Jungen erstmals  Fleisch. Untereinander üben sie schon mal die Jagd, denn dabei trainieren sie ihre Muskeln und Reaktionsfähigkeit. Im Alter von 14 Monaten können die jungen Geparde bereits jagen. Alles was sie über die Jagd wissen müssen, lernen sie von ihrer Mutter. Vier Monate später sind sie auf sich selbst gestellt. Während die Weibchen allein losziehen, ziehen die jungen Männchen noch eine Zeit lang gemeinsam los. Erst mit Beginn der Geschlechtsreife trennen sie sich.

Die Geparden-Kinder sind gut durch ihr Fell in der Umgebung getarnt. Foto: Panther Media

Lebensraum und Bestand

Bedrohung, Bestand und Lebensraum des Gepards

Geparden fühlen sich in Halbwüsten sehr wohl. Foto: Panther Media

Geparde bevorzugen Halbwüsten als Wohngebiete. Denn in dem hohen Gras können sie sich und ihren Nachwuchs gut verstecken und von den Hügeln verschaffen sie sich einen Überblick. Ein Leben im Wald oder Dschungel käme für Geparde nicht in Frage, denn zu viele Bäume und Sträucher behindern die Tiere beim Laufen. 

Die meisten Geparde leben heute in Kenia, Botswana und Namibia. Diese afrikanischen Arten sind "gefährdet" bis "stark gefährdet", da der Großteil von ihnen frei und nicht in geschützten Gebieten lebt. So werden sie immer noch von Viehzüchtern getötet, die fürchten, dass sie ihr Vieh reißen könnten.

Die in Asien lebende Unterart der Geparde gilt als "vom Aussterben bedroht", wird aber in Zoos erfolgreich nachgezüchtet.

Löwen und andere Großkatzen gehören zu den natürlichen Feinden des Gepards. Foto: Fotolia

Quellen

Wenn du Schüler bist, darfst du unsere Tier-Artikel für Referate, Präsentationen oder Hausaufgaben gerne verwenden. Wir freuen uns über einen Kommentar, wie dir dieser Artikel gefällt und wie deine Präsentation in der Schule angekommen ist.

Unsere Artikel sind sehr gewissenhaft recherchiert. Die Quellen sind hier angegeben.

http://www.gepardenwelt.de/steckbrief_abstammun.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Gepard
http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/gepard3.html
http://www.zoobasel.ch/de/tiere/tiere/saeugetiere_tierbeschreibung.php?TiereID=171
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Gepard.html
http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/001/00038-gepard/MZ00038-gepard.html

Fotos: Fotolia, Panther Media