• Buckelwale können bis zu 18 Meter lang werden. Im Vergleich: Ein Schulbus ist etwa 15 Meter lang. Foto: Fotolia

  • Buckelwale filtern ihre Nahrung mit hunderten von Barten in ihrem Maul aus dem Wasser. Sie jagen in Gruppen oder alleine mit cleveren Taktiken. Foto: Fotolia

  • Auch wenn Buckelwale lieber allein unterwegs sind, treffen sie sich jedes Jahr in warmen Gewässern, um sich zu paaren oder um ihre Jungen zu bekommen. Foto: Fotolia

  • Die Paarungszeit fällt auf die Wintermonate. Die Kälber kommen etwa ein Jahr später am Paarungsort in tropischen Gewässern und Küstennähe zur Welt. Foto: Fotolia

  • Buckelwale sind in allen Meeren der Welt heimisch. Sie gelten als "bedrohte Tierart". Ihr schlimmster Feind ist der Mensch, der sie jagt und ihre Umwelt verschmutzt. Foto: Fotolia

Buckelwal

Steckbrief

Ordnung: Wale / Bartenwale
Familie: Furchenwale
Art/Gattung: Buckelwal / lat. Megaptera novaeangliae
Klasse: Säugetier
Lebensraum: alle Ozeane
Lebenserwartung: 30 bis 80 Jahre
Feinde: Mensch, Parasiten, Jungtiere: weißer Hai, Orcas
Ernährung: Krill (kleine Krebse) und Fisch
Gewicht: 25 - 30 Tonnen
Größe: 13 - 18 m
Geschwindigkeit: bis zu 27 km/h
Gefährdete Art: ja

Alles Wissenwerte

Merkmale

Merkmale des Buckelwals

Detailansicht von links nach rechts: Barten, Schwanzflosse. Foto: Collage © JUNIOR

  • bis zu 5 m große flügelartige Flipper (Brustflossen)
  • kleine Rückenflosse besteht aus einer 10 cm dicken Fettschicht, dem Blubber
  • raue und empfindliche Haut ist auf der Oberseite schwarz auf der Bauchseite weiß
  • 50 cm dicke Fettschicht; flache Schnauze
  • Blasloch in Kopfmitte; Hautknoten (Tuberkel) in Kopfregion
  • Kehlfurchen (Furchen, die sich von der Kehle über den Bauch ziehen)
  • Körper stark mit Seepocken bewachsen
  • raue und in der Mitte eingekerbte Schwanzflosse
 Detailansicht von links nach rechts: Pocken, geöffnetes Maul mit Barten. Foto: Collage © JUNIOR

Besonderheiten des Buckelwals

Der Buckelwal gehört zu den größten Walen der Welt. Buckelwale fressen nur in der Sommerzeit und legen dabei große Fettreserven an. Sie sind sehr gute Taucher, denn sie können bis zu 50 Meter tief und bis zu 30 Minuten am Stück tauchen. Buckelwale sind bekannt für ihre akrobatischen Sprünge und ihren vielfältigen Walgesang. Sie können mit ihren kleinen, seitlich am Kopf angebrachten Augen schlecht sehen, dafür aber richtig gut hören. Um sich zu orientieren, nutzen Buckelwale das Magnetfeld der Erde.

Wissenswertes über den Buckelwal

  • Im Maul des Buckelwals befinden sich anstelle von Zähnen herabhängende Hornplatten, die Barten.
  • Die Hornplatten sind 80 bis 100 cm lang und bestehen aus 270 bis 400 Einzelbarten, die in Reihen angeordnet sind. Mit ihnen filtert der Buckelwal die Nahrung aus dem Wasser.
  • Seinen Namen hat der Buckelwal bekommen, weil er beim Tauchen einen Buckel macht.

Nahrung

Nahrungsbeschaffung: Das frisst der Buckelwal

Buckelwal frisst Krill. Foto: Fotolia

Jagdmethode: Das clevere Filtersystem

Buckelwale filtern ihre Nahrung mit ihren Barten aus dem Meerwasser heraus. Zum Fressen öffnen sie das riesige Maul und lassen das Meereswasser hineinlaufen. Wenn sie ihr Maul schließen, pressen die das Wasser durch die Barten hinaus. Die Nahrung wird dadurch zurückgehalten und anschließend verschlungen.

Das Jagen in der Gruppe

In der Gruppe jagen Buckelwale mit einer ausgeklügelten Technik. Während einige Wale unter den Fischschwarm tauchen und um ihn herum Luftblasen in einem Ring aufsteigen lassen, so dass die Fische verängstigt näher zusammenrücken, fressen die anderen Wale. Beim Zusammentreiben und Fressen wechseln sich die Buckelwale ab, sodass alle satt werden.

Wie Einzelgänger jagen

Befindet sich der Fischschwarm nahe der Wasseroberfläche, schwimmen die cleveren Wale auf der Seite liegend hinein, öffnen das Maul und lassen die Fische hineinströmen. Mit dieser Methode sind auch Einzelgänger sehr erfolgreich.

Beutetiere: Was steht auf dem Speiseplan?

Buckelwale fressen kleine Meerestiere. Hierzu gehören neben Plankton, Fische und kleine Krebse, die so genannten Krill. Diese Beutetiere finden Buckelwale meist nahe der Wasseroberfläche. Zum Fressen tauchen sie daher selten tiefer als 40 bis 50 Meter.

Buckelwale fressen nur in ihren Sommerquartieren und legen in dieser Zeit ordentlich zu, damit sie im Winter von ihren Fettreserven zehren können.   

Von links nach rechts: Krill und Plankton. Foto: Collage © JUNIOR

Lebensform

Zur Lebensform des Buckelwals


Buckewal beim Sprung. Foto: Fotolia

Buckelwale sind ...

… in der Regel Einzelgänger, versammeln sich aber einmal jährlich in Gruppen, um zu jagen und sich zu paaren.
… das ganze Jahr auf Wanderschaft und legen dabei tausende von Kilometern zurück.

Buckelwale können ...

… sich auch in Gruppen zusammenschließen. Manchmal treffen sogar immer dieselben Tiere in einer Gruppe zusammen.
… eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h erreichen. In der Regel schwimmen sie 10 km/h.
tauchen meist nicht länger als 10 bis 15 Minuten am Stück. Auf Nahrungssuche können sie aber auch 25 bis 30 Minuten lang tauchen.

Buckelwale haben ...

... Parasiten wie Walläuse oder Seepocken.
... häufig Würmer im Darm oder in anderen Organen, die sie krank machen. Manchmal sterben sie auch daran.
... keine Feinde, wenn sie ausgewachsen sind.

Verhalten: Typisch Buckelwal!

Beim Tauchen ragt die Schwanzflosse des Buckelwals am Ende immer aus dem Wasser und klatscht anschließend kräftig auf die Wasseroberfläche. Buckelwale lieben es, Luftsprünge zu machen. Sie können ihren massigen Körper dabei ganz aus dem Wasser erheben. Der Gesang der Buckelwale kann sechs Minuten oder eine Stunde lang sein und setzt sich aus unterschiedlichen Pfiffen, Schreien, Lauten, Grunz-, Winsel- und Klagelauten zusammen. Mit über 622 verschiedenen Lauten beherrschen diese Wale den vielfältigsten Gesang in der Tierwelt.

  • Je nachdem aus welcher Region die Buckelwale kommen, unterscheidet sich ihr Dialekt.
  • Die Walgesänge werden vom Wasser weitergetragen, sodass man sie noch hunderte Kilometer entfernt hören kann.
  • Zur Paarungszeit zeigen die eigentlich friedliebenen Tiere ein aggressives Verhalten. Die Männchen bedrohen sich mit einem geöffneten Maul und führen Kämpfe.
  • Die Verletzungen, die durch das Zusammenstoßen der Schnauzen entstehen, hinterlassen deutlich sichtbare Narben, sind meist aber nicht ernst.


Abtauchender Buckelwal, Foto: Fotolia

Fortpflanzung und Jungtiere

Buckelwal: Fortpflanzung und Jungtiere

Geschlechtsreife: mit 5 Jahren
Paarungszeit:
Winter
Tragezeit: 345 - 360 Tage
Größe des Kalbes: 3,5 - 4,5 m
Gewicht des Kalbes: zwischen 900 und 1.000 Kg
Ausgewachsen mit: 15 Jahren

Viele Männchen paaren sich erst Jahre nach dem Erreichen der Geschlechtsreife, da sie sich gegen die älteren Männchen kräftemäßig noch nicht durchsetzen können. Zur Paarungszeit kommt es zu vielen Kämpfen unter den Männchen. Gruppen von bis zu 20 Bullen kämpfen dabei um die Gunst eines Weibchens.

Buckelwale paaren sich im Winter und nur in tropischen Meeren. Zuvor umgarnen die Bullen die Buckelwal-Kühe mit ihren Gesängen. Kühe und Bullen paaren sich mehrmals mit unterschiedlichen Partnern. Vor der Geburt kehren die Wale in die tropischen Gewässer zurück.

Buckelwal-Mutter mit Kalb. Foto: BluePlanet

Direkt nach der Geburt wird das Kalb von seiner Mutter an die Wasseroberfläche gedrückt, damit es seine ersten Luftzüge machen kann. Es wird die ersten sechs bis zehn Monate mit einer sehr fettreichen Muttermilch gesäugt. Auf diese Weise wächst es recht schnell.

Nach einem Jahr ist das Kalb etwa 7,5 bis 9 Meter groß und verlässt seine Mutter, um sich einer Gruppe von heranwachsenden Buckelwalen anzuschließen oder um selbstständig durch die Meere zu wandern.

Lebensraum und Bestand

Bedrohung, Bestand und Lebensraum des Buckelwals

Buckelwale durchschwimmen auf ihren jährlichen Wanderungen arktische und tropische Meere. Die meisten Tiere gibt es vor der Küste Nordamerikas.

Zu den natürlichen Feinden der Buckelwale gehören Haie und Orcas. Doch diese haben es nur auf die unerfahrenen und schwachen Jungtiere abgesehen.

Der Bestand der Buckelwale ist – wie auch bei allen anderen Walarten – gefährdet. Dafür gibt es mehrere Ursachen. Eine davon ist die Verschmutzung der Meere, durch die die großen wie kleinen Meeresbewohner nachhaltig geschädigt werden. Eine weitere Ursache findet sich in der Überfischung der Meere, so dass Wale immer weniger Nahrung finden. Der Lärm im Wasser, der durch Motorboote verursacht wird, stresst die Wale und lässt sie krank werden oder die Orientierung verlieren. Oft verlieren die Tiere in der Nähe von starkbevölkerten Küsten ihre Orientierung, sodass sie stranden und qualvoll am Strand ersticken.

Obwohl der Buckelwal unter Artenschutz steht, wird er immer noch gejagt. Vor allem Japan lässt sich die Waljagd schwer verbieten, gelten die Tiere dort doch als Delikatesse.

Der Weiße Hai ist eine Gefahr für Buckelwal-Jungtiere. Foto: Panther Media

Quellen

Wenn du Schüler bist, darfst du unsere Tier-Artikel für Referate, Präsentationen oder Hausaufgaben gerne verwenden. Wir freuen uns über einen Kommentar, wie dir dieser Artikel gefällt und wie deine Präsentation in der Schule angekommen ist.

Unsere Artikel sind sehr gewissenhaft recherchiert. Die Quellen sind hier angegeben.

http://www.natur-lexikon.com/Texte/RH/001/00001-Schwertwal/RH00001-Schwertwal.html
http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/schwertwale.html
http://www.wale.info/Schwertwal
http://www.wale-delfine.net/wale/orca.php
http://www.tierchenwelt.de/zahnwale/3066-orca.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwertwal#Ern.C3.A4hrung_und_Jagdverhalten
http://tierdoku.com/index.php?title=Orca#Bedrohung.2C_Schutz
http://www.schwarz-weisse-giganten.de/fortpflanzung/

Fotos: Fotolia, Panther Media, BluePlanet