• Das auffälligste Merkmal dieser Bären-Art ist seine schwarz-weiße Fellfärbung. Foto: Panther Media

  • Der Große Panda gehört zu den Großbären und ist nicht mit dem Kleinen Panda verwandt. Foto: Panther Media.

  • Bambus macht etwa 99 Prozent der Ernährung des Pandabären aus. Foto: Panther Media

  • Erwachsene Große Pandas sind in der Regel Einzelgänger. Foto: Panther Media

  • Eine Pandabärin ist nicht sehr paarungsfreudig und bekommt etwa alle zwei Jahre Junge.  Foto: Panther Media

  • Das Vorkommen der Großen Pandas ist in der Karte rot markiert. Foto: Fotolia, Bearbeitung durch JUNIOR

Pandabär

Steckbrief

Ordnung: Raubtiere
Familie: Großbären
Art/Gattung: Großer Panda / wissenschaftl. Ailuropoda melanoleuca
Klasse: Säugetiere
Lebensraum: China
Lebenserwartung: 15-25  Jahre
Feinde: Menschen, Leoparden
Ernährung: hauptsächlich Bambus
Gewicht: bis zu 160 kg
Größe: 120-190 cm Kopfrumpflänge, 70-80 cm Schulterhöhe
Geschwindigkeit: bis zu 32 km/h
Gefährdete Art: ja

Alles Wissenwerte

Merkmale

Merkmale des Großen Pandas


Detailansicht von links nach rechts: Schnauze mit Zähnen, Kopf. Foto: Collage © JUNIOR

  • schwarz-weiße Fellfärbung
  • bärenähnlicher, robuster Körperbau
  • massiver Kopf mit runden, schwarzen Ohren
  • schwarz gerahmte, nach vorne gerichtete Augen
  • kurzer Stummelschwanz mit ca. 12 cm Länge
  • wollige Fellstruktur
  • 42 Zähne
  • verlängerter Handwurzelknochen an den Vorderpfoten (auch "falscher Daumen" genannt)

Besondere Merkmale des Großen Pandas

Der Große Panda wird auch Pandabär oder Riesenpanda genannt. Das auffälligste Merkmal dieser Großbären-Art ist seine Fellfärbung. Die Beine sind schwarz und die schwarze Färbung der Arme zieht sich wie ein Gürtel über die Schultern und den Vorderkörper. Auch die runden Ohren und Augenrahmung sind schwarz. Bei manchen Pandabären sind Nasen- und Schwanzspitze ebenfalls schwarz. Männliche und weibliche Tiere unterscheiden sich äußerlich kaum voneinander. Nur darin, dass die männlichen Tiere etwas größer und schwerer sind.


Detailansicht von links nach rechts: Vorderpfote mit Krallen, Hinterpfote mit Sohle und Krallen. Foto: Collage © JUNIOR

Der Kopf des Großen Pandas ist massiger als bei anderen Bärenarten. Das liegt wohl am verlängerten Jochbein und den stärkeren Kaumuskeln dieser Säugetiere. Die hinteren Vorbackenzähne und auch die Backenzähne sind größer und breiter als bei anderen Bären. Dies stellt eine Anpassung auf die Ernährung der Pandas dar. Eine weitere Anpassung aufgrund ihrer Nahrung zeigt sich an den Vorderpfoten dieser Tiere, wo sich eine Art Daumen ausgebildet hat, damit Pandabären diese besser greifen und halten können.

Wissenswertes über Große Pandas

  • Woher diese Bären ihren Namen haben, ist nicht bekannt. In China werden Große Pandas "xióng māo" genannt, was übersetzt so viel heißt wie "große Bär-Katze".
  • Der Große Panda noch vor einigen Jahren zu den Katzenbären gezählt, ebenso wie der Kleine Panda. Aber neuesten Untersuchungen zu Folge, gehört der Pandabär zu den Großbären. Somit ist er nicht mit dem Kleinen Panda verwandt.
  • Ursprünglich war der Große Panda weit in China, Nord-Burma und Vietnam verbreitet. Heute leben sie hauptsächlich in abgeschotteten Bergregionen im Südwesten Chinas.
  • Eigentlich ist der Große Panda ein Raubtier und Fleischfresser. Doch es scheint, dass diese Art vor etwa acht Millionen Jahren seiner Ernährung auf ca. 20 von 100 Bambusarten umgestellt hat.   

Der Große Panda hat seine Ernährung etwa vor acht Millionen Jahren von Fleisch auf Pflanzen umgestellt. Foto: Panther Media

Nahrung

Nahrungsbeschaffung: Das fressen Große Pandas

Ab und zu fressen Pandabären auch mal Früchte oder Fleisch. Foto: Panther Media

Der Darm des Großen Pandas ist eigentlich nicht auf eine fast ausschließlich pflanzliche Ernährung eingestellt. Dennoch bevorzugt diese Bären-Art Pflanzenkost. Am Tag verbringt der Pandabär etwa 14 bis 16 Stunden mit Fressen. Etwa 99 Prozent seiner Nahrung besteht aus dem schwerverdaulichen Bambus. Interessanterweise mag der Große Panda nicht jede Bambusart. Von den 100 verschiedenen Arten frisst er nur etwa 20. Hinzu kommt, dass diese Pflanzen eigentlich giftig sind und kaum Nährstoffe enthalten. Aus diesem Grund müssen Pandas 12 bis 40 kg Bambus am Tag fressen. Doch das Gift scheint ihnen nicht wirklich etwas anzuhaben, außer vielleicht dass die Bären etwas träge wirken.

Nahrung: Was steht auf dem Speiseplan?

Der Große Panda nimmt fast ausschliesslich Bambus zu sich. Am liebsten mag er die zarten Bambussprösslinge, was nicht gerade vorteilhaft für das Überleben des Pandabären ist. Denn ohne die Sprösslinge kann der Bambus nicht nachwachsen.

Neben Bambus fressen diese Bären aber auch ab und zu andere Pflanzen wie Krokusse, Bocksdorn, Schwertlilien oder Enziane. Hin und wieder stehen Früchte, Insekten und kleine Säugetiere auf dem Speiseplan.

Bambus steht ganz oben auf dem Speiseplan des Großen Pandas Foto: Panther Media

Lebensform

Zur Lebensform der Großen Pandas

Pandabären sind gute Schwimmer. Foto: Panther Media

Große Pandas sind ...

... eigentlich Einzelgänger, wenn sie nicht gerade ein Jungtier zu versorgen haben.
... dämmerungs- und nachtaktiv.
... Vielfrasse, denn sie beschäftigen sich 14 bis 16 Stunden mit Fressen.
... gute Schwimmer und Kletterer. Dennoch halten sich diese Bären meistens am Boden auf.
... verspielt. Vor allem die Jungtiere sieht man häufig miteinander herumtollen.

Große Pandas können ...

... bis zu 32 km/h schnell werden. Lang halten sie dieses Tempo aber nicht aus.  
... nicht auf den Hinterbeinen stehen. Meistens sieht man sie sitzen oder liegen. 

Pandas fressen im Sitzen, um die Pfoten zum Halten der Nahrung frei zu haben. Foto: Panther Media

Große Pandas haben ...

... Reviere, die vier bis sechs Quadratkilometer groß sind. Die Weibchen bewohnen 30 bis 40 Hektar große Territorien, die sie auch verteidigen. Männchen zeigen kein Revierverhalten und gehen einander lieber aus dem Weg anstatt sich zu bekämpfen.  
... Duftdrüsen. Mit diesen markieren sie ihre Gebiete. Männchen kennzeichnen die Wege, die sie gehen mit Urin. Des Weiteren hinterlassen sie Kratzspuren an Bäumen oder sie reiben sich an diesen, um zu zeigen, dass sie hier waren.

Verhalten: Typisch Großer Panda!

Sitzend oder Halbliegend an Bambusstangen zu kauen ist typisch für Pandabären. Denn auf diese Weise sind ihre Vorderpfoten frei, um Nahrung zu greifen. Große Pandas verbringen nicht nur viel Zeit mit Fressen, sondern auch mit Schlafen. Dazu nutzen sie hohle Baumstämme, Felsspalten oder Höhlen. Zwischen ihren Futter- und Schlafplätzen legen Pandas tunnelartige Wege im Bambusdickicht an, die sie regelmässig nutzen. Diese Wege nennt man auch Wechsel. 

Anders als andere Bären-Arten halten Große Pandas keine Winterruhe, denn ihre Hauptnahrung steht ihnen das ganze Jahr über zur Verfügung. Sie wandern lediglich in tiefergelegene Regionen.

Große Panda können ausgezeichnet klettern. Foto: Panther Media

Fortpflanzung und Jungtiere

Großer Panda: Fortpflanzung und Jungtiere

Ab einem Alter von 5 Monaten fressen Pandababys zusätzlich feste Nahrung. Foto: Panther Media

Geschlechtsreife: mit ca. 5-7 Jahren
Paarungszeit:
März bis Mai
Tragezeit: 5 Monate
Größe der Jungen:
ca. 15 cm
Gewicht der Jungen: 100-200 g
Anzahl der Jungen: 1-3 Jungtiere


In der Paarungszeit kämpfen die ansonsten friedliebenden Männchen darum, das Weibchen zu begatten. Pandabärinnen sind aber nicht gerade paarungsfreudig. Etwa alle zwei Jahre sind die geschlechtsreifen Weibchen für zwei bis drei Tage paarungsbereit. Wie bei allen Bären-Arten nistet sich die befruchtete  Eizelle verzögert ein. Dies geschieht erst nach ca. 45 bis 120 Tagen. Meist kommen ein bis zwei, selten auch drei Junge von August bis September in einem sicheren Versteck zur Welt.  

Neugeborene Pandababys sind etwas so groß wie ein Goldhamster. Foto: Panther Media

Die neugeborenen Pandabärchen sind winzig, blind und mit einem spärlichen weißen Flaum bedeckt. Zudem verfügen die Jungen über einen deutlich längeren Schwanz als ausgewachsene Pandabären. Bei mehr als einem Jungtier sucht sich das Muttertier eines aus und verstößt die Geschwistertiere. Nach welchen Kriterien sie das Junge aussucht, konnte bislang nicht erforscht werden. Doch mehr als eins würde die Pandabärin nicht durchbringen können, da sie selbst dazu gar nicht genug Energie hat.

Etwa im Alter von 30 Tagen verfügen die Jungen über die typische Fellzeichnung. 40 bis 60 Tage nach der Geburt öffnen die Kleinen ihre Augen. Ab dem fünften bis sechsten Monat bekommen die mittlerweile zehn Kilogramm schweren Pandababys nebst Muttermilch erstmals auch feste Nahrung. Bereits im Alter von acht bis neun Monaten sind sie entwöhnt und etwa zehn Monate später können sie selbstständig für sich sorgen. Geschlechtsreif werden die jungen Pandabären aber erst mit etwa fünf bis sieben Jahren. In freier Wildbahn können diese Bären bis zu 25 Jahre alt werden.

In freier Natur kann eine Pandabärin nur ein Jungtier versorgen. Foto: Panther Media

Lebensraum und Bestand

Bedrohung, Bestand und Lebensraum der Großen Pandas

Der Große Panda gils als "stark gefährdet". Foto: Panther Media

Der Grosse Panda lebt in China. Er bewohnt in nebelfeuchte Bergwälder in Höhen von 1800 bis 3800 Metern. Waren diese Bären früher in fast ganz China, Nord-Burma und Vietnam verbreitet, findet man sie heute nur noch in sechs abgeschotteten Bergregionen in Südwest-China sowie in den Regionen Sichuan, Shaanxi und Gansu.

Natürliche Feinde hat diese Bären-Art kaum zu fürchten. Einzig der Leopard kann zur Gefahr für junge Pandabären werden. Dennoch gehört der Große Pandabär zu den "stark gefährdeten" Tierarten. Ursachen dafür gibt es gleich mehrere. In erster Linie gefährdet der Mensch den Bestand dieser Tiere. Er zerstört immer mehr den natürlichen Lebensraum des Großen Pandas, so dass die Bären auf immer engeren Raum zusammenleben müssen. Dadurch kommt es zu Nahrungsknappheit, einer größeren Ansteckungsgefahr für Krankheiten und einer schnelleren Verbreitung von Parasiten, die den Säugetieren das Leben zusätzlich schwer machen.

Pandabären leben heute hauptsächlich in Südwest-China. Foto: Panther Media

Zudem wird es für die Pandabären durch die Aufspaltung ihrer Lebensräume immer schwieriger fremde Artgenossen zu finden, mit denen sie sich paaren können. Die Lebensräume der Pandabären sind von Straßen durchzogen, so dass viele beim Überqueren derselben überfahren werden. Auch gibt es immer noch Menschen, die die schwarz-weiß gefärbten Bären jagen. Neben diesen Ursachen sorgt diese Bären-Art im Grund auch selbst für seine Ausrottung. Denn obwohl die Tiere durchaus auch andere Pflanzen als Bambus fressen könnten, tun sie dies nur selten. Zudem fressen sie am liebsten die Bambussprösslinge, wodurch sie das Nachwachsen ihrer Lieblingsspeise behindern. 

Der Leopard ist der einzige natürliche Feind des Großen Pandas. Foto: Panther Media

Quellen

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Unsere Artikel sind sehr gewissenhaft recherchiert. Die Quellen sind hier angegeben.

http://www.tierchenwelt.de/raubtiere/624-panda.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Panda  
http://www.wwf.ch/de/hintergrundwissen/biodiversitaet/arten/portraets/panda.cfm
http://www.tierlexikon.ch/index.php/tierlexikon/article/273
http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/001/00039-pandabaer/MZ00039-pandabaer.html
http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/grosserpanda.html

Fotos: Fotolia, Panther Media
Video: https://youtu.be/-cnIeVf3C4Q
Sound: https://youtu.be/0fJzIoEkIPM